Schlagwort: Demokratieerziehung

  • Simulierte Klimakonferenz im Rahmen der BNE-Projekttage 

    Simulierte Klimakonferenz im Rahmen der BNE-Projekttage 

    Schüler/-innen der Klassenstufe 10 versuchen sich als Ländervertreter mit Verhandlungsgeschick

    Auch in diesem Jahr fand im Rahmen unserer BNE-Tage eine simulierte UN-Klimakonferenz statt, die dankenswerterweise vom Verein die Multivision ausgerichtet werden konnte. Die Multivision e.V. ist eine von 51 anerkannten Maßnahmen der UNESCO zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und einer der größten deutschen Akteure der Nachhaltigkeitsbildung.

    Wie in der Realität müssen die Schüler/-innen der Klassenstufe 10 als Vertreter/-innen ihrer Länder durch ihr Verhandlungsgeschick und mit Hilfe ihrer getroffenen Entscheidungen die Erhöhung der Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf unter 1,5 Grad begrenzen. Dies ist eine gewaltige und schwierige Aufgabe, welche gerade auch emotional fordert. 

    Die Schüler/-innen stellten sich dieser Aufgabe stellen und wurden an dem Vormittag auf Ländergruppen aufgeteilt, die eigene Emissionsziele für fossile Brennstoffe festlegen, Entscheidungen für eine Politik im Bereich der Entwaldung und des Landverbrauchs treffen und einen Klimafonds einrichten mussten. Jede Gruppe stellte dann ihre Ziele dar und besprachen die Resultate. 

    Dank der Unterstützung durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar- und Verbraucherschutz, den Regionalverband Saarbrücken und die Saarstahl AG konnte die Klimakonferenz-Simulation für die Schüler/-innen kostenfrei angeboten werden. 

    „Wenn wir nachhaltiges Handeln in unserer Gesellschaft fest verankern wollen, müssen wir unbedingt schon bei Kindern und Jugendlichen anfangen und sie nachhaltig mit den Themen des Natur-, Klima- und Umweltschutzes in Verbindung bringen“, sagt Umweltministerin Petra Berg. „Die Klimakonferenz-Simulation ist für die teilnehmenden Schulklassen eine tolle Gelegenheit sich mit dem Klimawandel und seiner Folgen auseinanderzusetzen und damit eine Grundlage zu schaffen, irgendwann selbst Verantwortung für den Schutz unseres Planeten und unsere Umwelt zu übernehmen.“

  • Alle Scherben zusammen machen noch immer kein Glas – doch sie vermögen Licht zu spiegeln

    Alle Scherben zusammen machen noch immer kein Glas – doch sie vermögen Licht zu spiegeln

    Gedenkfeier zur Reichspogromnacht

    Anlässlich der Reichspogromnacht veranstalteten die Schülerinnen und Schüler der Schule im Rastbachtal und des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis eine Gedenkfeier in der Jugendkirche Elija Saarbrücken. Mit Lesungen, Gesang, instrumentalen Beiträgen und szenischem Spiel erinnerten sie eindrucksvoll und bewegend an Menschen, denen Unrecht, Leid und Gewalt widerfahren ist. Sie richteten den Blick aber auch in die Gegenwart: Denn Leid, Vertreibung, Flucht und Verlust sind keine Themen vergangener Zeiten. Noch immer müssen Menschen auf der Welt erfahren, was es bedeutet, alles zu verlieren: Heimat, Familie, Freunde und Sicherheit. Damit schenkten sie den Opfern eine Stimme und allen Anwesenden Momente der Stille, des Innehaltens und der Besinnung.

    In einer Lichterkette machten sich alle auf den Weg zur Synagoge und stellten dort ihre Kerzen ab.

    Dank gilt den Schülerinnen und Schülern beider Schulen, dass sie durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur geleistet haben. Es macht deutlich, dass sie Erinnerung nicht als Rückblick, sondern als Auftrag für die Zukunft verstehen.

  • Hohe Auszeichnung für Projekte der Demokratiebildung

    Hohe Auszeichnung für Projekte der Demokratiebildung

    Schule im Rastbachtal wird mit Bildungspreis der saarländischen Wirtschaft ausgezeichnet

    Migrantinnen das Grundgesetz näherbringen – das war das Ziel, das sich Schülerinnen und Schülern des Politikkurses der Klassenstufe 13 zum Ziel gesetzt hatten. In mehreren Veranstaltungen bereiteten die jungen Menschen verschiedene Themen wie Wahlrecht, Glaubens- und Meinungsfreiheit u.a. so auf, dass Frauen mit Migrationshintergrund diese wichtigen Prinzipien und Werte verstehen konnten. Darüber hinaus lobte die Jury die vielen unterschiedlichen Angebote der Schule im Rastbachtal, die zu einem Demokratieverständnis der Schülerinnen und Schüler beitragen. In einer offiziellen Feierstunde im Rahmen des VSU Unternehmertages lobte der VSU-Präsident das Engagement der Schule und ihrer Lehrkräfte.  Der Preis wurde gestiftet von der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V.

  • Interview mit Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Härtel

    Interview mit Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Härtel

    Wenn Unterrichtsinhalte lebendig werden

    „Sollten Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden?“ 

    oder

    „Wo liegt das richtige Maß zwischen der Meinungsfreiheit und dem Schutz vor Hassrede oder Fake News im Internet?“

    waren nur zwei der vielen Fragen, die die Schülerinnen und Schüler aus dem Politik-Leistungskurs von Herrn Fabian Backes der Bundesverfassungsrichterin Dr. Härtel stellten.

    Im Rahmen der Feierlichkeiten, die anlässlich des Tags der Deutschen Einheit in Saarbrücken stattfanden, hatten die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler der Schule im Rastbachtal vom Bundesverfassungsgericht die Möglichkeit bekommen, ein Interview mit einer Vertreterin der Judikativen zu führen.

    Die Veranstaltung und die Vorbereitungen dafür machten den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten viel Spaß und werden ihnen sicherlich noch lange in positiver Erinnerung bleiben – denn wann hat man schon einmal die Gelegenheit, Unterrichtsinhalte so praxisnah zu erfahren?

  • Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ 🛡️ 

    Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ 🛡️ 

    Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung 

    In einer besonderen Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10.3 intensiv mit den Themen Rechtsextremismus, Populismus und den Werten unserer Demokratie auseinander. Dabei übernahmen sie eine ganz neue Rolle: Sie wurden selbst zu Lehrerinnen und Lehrern! Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gaben sie ihr Wissen an Mitschülerinnen und Mitschüler weiter und machten deutlich, wie wichtig Toleranz, Akzeptanz und Pluralismus für ein friedliches Miteinander sind. Damit machten sie sich für ein gemeinsames Ziel stark, nämlich aufzuklären, Haltung zu zeigen und gemeinsam Demokratie zu leben. Ein starkes Zeichen gegen Hass – und für eine offene, vielfältige Gesellschaft.

    Staatssekretärin Jessika Heide würdigte das Engagement der Schule, die mit der Ausstellung die Möglichkeit einräumte, ein wichtiges Thema erfahrbar zu machen. Denn leider sei unsere Demokratie zunehmend in Gefahr, und deshalb brauche es immer mehr Menschen, vor allem junge Frauen und Männer, die sich für demokratische Strukturen einsetzen.

    Zu den Gästen gehörten auch Regionalverbandsdirektorin Frau Dr. Lehrberger, Schulamtsleiterin Frau Kerstin Theobald, Herr Frank Schmitz vom Amt für Soziales und Herr Yann Leiner vom Bildungscampus, die mit ihrem Besuch zeigten, wie wichtig es ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

  • Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Rastbachtal als Demokratiebotschafter: Ein besonderes Projekt zur Stärkung demokratischer Werte

    Rastbachtal, 7. Juni 2024

    In einem wegweisenden Projekt übernehmen die Schülerinnen und Schüler Alma Lewis, Leila Belarif, Steven Gorrius und Tom Magliore der Gemeinschaftsschule Rastbachtal aus Saarbrücken die Rolle von Lehrkräften, um weiblichen Migrantinnen aus Syrien, Eritrea und Afghanistan die Bedeutung von Demokratie und die grundlegenden demokratischen Prozesse näherzubringen. Im Kontext der bevorstehenden Europawahlen und dem Erstarken rechter und demokratiefeindlicher Parteien ist dies ein wichtiger Beitrag für eine pluralistische und wehrhafte Demokratie.

    Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit lokalen Integrationsinitiativen, dem Bürgerbüro Maltstatt und der Bürgerinitiative „Malstatt lebt demokratisch“ ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, den Teilnehmerinnen sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Einblicke in die demokratische Teilhabe zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam mit den Migrantinnen zentrale Themen wie die Bedeutung von Wahlen und Wahlrecht sowie die Grundrechte, wie sie im Grundgesetz verankert sind.

    Besonderes Augenmerk wird auf die Vermittlung der Artikel 1 und 2 des Grundgesetzes gelegt, die die Unantastbarkeit der Menschenwürde und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit garantieren. Auch die Religionsfreiheit wird als elementarer Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft behandelt. Diese Grundrechte, die in vielen Herkunftsländern der Migrantinnen nicht selbstverständlich sind, bilden die Basis für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in Deutschland und Europa.

    „Für viele der Frauen ist es das erste Mal, dass sie sich intensiv mit den Konzepten von Demokratie und Menschenrechten auseinandersetzen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert und interessiert sie sind“, berichtet eine beteiligte Schülerin.

    Im Vorfeld der Europawahlen stehen die Themen Wahlrecht, Struktur und Auf der EU im Zentrum der Diskussionen. Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Bedeutung freier und fairer Wahlen und wie diese die Grundlage für eine funktionierende Demokratie und somit auch die Europäische Union bilden. In vielen kleine Vorträgen und Spielformen werden Einblicke in den Wahlvorgang und die damit verbundene Verantwortung jedes Bürgers durch die Schülerinnen und Schüler erklärt und vertieft.

    „Wir möchten den Frauen vermitteln, dass jede Stimme zählt und wie wichtig es ist, sich an Wahlen zu beteiligen, um die eigene Zukunft mitzugestalten“, erklärt ein Schüler des Leistungskurses Politik.

    Diese praktischen Übungen sollen die Migrantinnen nicht nur informieren, sondern auch motivieren, selbst aktiv an politischen Prozessen teilzunehmen. In diesem Zusammenhang werben die Schülerinnen und Schüler für die pluralistische Demokratie und positionieren sich ganz stark gegenüber rechten und antidemokratischen Parteien.

    Neben der Wissensvermittlung profitieren auch die Schülerinnen und Schüler erheblich von diesem Projekt. Sie entwickeln wichtige soziale und kommunikative Kompetenzen, die für ihren weiteren Werdegang von großer Bedeutung sind. Durch den direkten Austausch mit Menschen aus verschiedenen Kulturen lernen die Schülerinnen und Schüler, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und zu respektieren und stärken so ihre interkulturelle Kompetenz. Außerdem konnten sie ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Erfahrungen von Migrantinnen entwickeln, was ihre Fähigkeit zur Empathie und Sensibilität im Umgang mit anderen stärkt. Hinzu kommt, dass die Schülerinnen und Schüler komplexe Sachverhalte verständlich und anschaulich erklärten und so ihre didaktischen Fähigkeiten und ihre Präsentationskompetenz verbessern konnten. So empfand auch eine Schülerin es als gewinnbringend für sie, auch einmal die Rolle des Lehrers zu übernehmen. Zu guter Letzt hat die Organisation und Durchführung der Lehrstunden Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zur Teamarbeit gefördert.

    „Dieses Projekt hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv für die Werte der Demokratie einzusetzen und wie viel wir selbst dabei lernen können“, fasst eine Schülerin ihre Erfahrungen zusammen.

    Die Gemeinschaftsschule Rastbachtal setzt mit diesem Projekt ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Demokratiebildung und die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe. Es ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie durch Engagement und Zusammenarbeit ein tieferes Verständnis für demokratische Werte geschaffen werden kann – sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Lernenden.

  • Demokratie erfahren #besserlernen

    Demokratie erfahren #besserlernen

    Am Freitag, den 25. November 2023 fand an der Gemeinschaftsschule Bellevue auf Initiative des Bürgerrats Bildung und Lernen ein Tagesworkshop unter dem Motto „Hört uns zu!“ statt. Dabei hatten Schüler*innen der Klassenstufe 8 und 9 unserer Schule die Gelegenheit zu erarbeiten, wie ihre eigene Bildung an der Schule besser sein könnte.

    Im Anschluss an den Workshop gab es eine Podiumsdiskussion, an der neben dem Schulleiter Wolfgang Scholer (GemS Bellevue), unserem 2. stellvertretenden Schulleiters Dennis Kranz und Jörg Schwindling als Vertreter des Regionalverbandes (Schulträger) sogar die Ministerin Frau Streichert-Clivot teilnahm und sich den Fragen stellte. Für unsere Schüler*innen nahm Alex aus der Klasse 9.2 an dem Podium teil (Ganz starke Leistung Alex!!!!).

    Im Podium wurde über die Ausstattung und der Renovierungsstau an den Schulen, den frühen Schulstart, Ruhe- und Gebetsräume sowie über die Digitalisierung diskutiert.

    Für unsere Schüler*innen war die Teilnahme ein großer Gewinn. So lebt Demokratie! So leben die Schüler*innenrechte!

    #besserlernen

    Instagramkommentar der Ministerin: