Anfang Februar machten sich erneut 44 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 auf den Weg zu einer einwöchigen Skilehrfahrt nach Österreich auf den Schatzberg. Begleitet wurden die Rastbachtaler Skifahrer von den Ski- und Sportlehrern Frau Liebetrau, Frau Jung, Herr Thomann, Herr Sefrin und Herr Eiden. In der Wildschönau erlebten die Achtklässler eine großartige Wintersportwoche.
Mit kompletter Skiausrüstung ging es zunächst mit der Gondel hinauf zur Mittelstation. Dort standen die ersten Übungen auf dem Programm: in die Skier einsteigen, anschieben, Kurven fahren und bremsen. Auch das Anstellen und Fahren mit Förderband, Tellerlift und Ankerlift sowie das sichere Bergauf- und Bergabfahren gehörten zu den wichtigen Lernzielen. Die Rastbachtaler Skifahrer übten diese Fertigkeiten mit viel Einsatz und Durchhaltevermögen.
Nach einem ereignisreichen Skitag wurden die hungrigen Wintersportler beim Hotel- und Gasthofwirt „Christian Thaler“ mit einem stärkenden Abendessen versorgt. In geselliger Runde tauschten sich die Schüler*innen über ihre Fortschritte und Erlebnisse auf der Piste aus.
Ein besonderer Höhepunkt war der Hüttenabend mit der traditionellen Skitaufe durch die Skilehrer. Dabei wurde das originelle Skifahrkönnen einzelner Schüler*innen hervorgehoben und mit einer besonderen „Schneetaufe“ gewürdigt.
Wieder einmal erlebten die Rastbachtaler Skilehrfahrschüler eine ereignisreiche Skiwoche, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Wir freuen uns, wenn es nächstes Schuljahr wieder heißt:
„31. Rastbachtaler Skilehrfahrt 2027“.
Text und Fotos von Christoph Eiden, Leiter Rastbachtaler Skilehrfahrt
Am 25. Februar 2026 besuchte die Klasse 11.1 das Schülerforschungs- und Technikzentrum (SFTZ) am MINT-Campus in St. Ingbert, um dort ihren praktischen Laborführerschein zu absolvieren. Betreut wurde die Lerngruppe von ihrer Biologielehrerin Frau Philippi, die derzeit als teilabgeordnete Lehrerin am SFTZ tätig ist und das Praktikum leitete.
Im Rahmen des Laborführerscheins arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in angemessener Schutzkleidung an insgesamt 16 Experimentierstationen. In Zweier- und Dreierteams wurde konzentriert, verantwortungsbewusst und selbstständig experimentiert.
Zu Beginn erhielten die Lernenden eine Einführung in wichtige Laborgeräte sowie deren sachgerechte Handhabung. Darüber hinaus wurden grundlegende Arbeitstechniken geschult, darunter das präzise Messen und Wiegen, das strukturierte Durchführen von Experimenten sowie das sorgfältige Beobachten und Dokumentieren von Ergebnissen.
Das Versuchsspektrum umfasste unter anderem die Untersuchung der Wasserlöslichkeit verschiedener Stoffe, die Überprüfung der Wärmeleitfähigkeit von Kupfer und Glas sowie Experimente zur Wirkung eines Katalysators. Zusätzlich arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit dem Gasbrenner, untersuchten die Wasseraufnahmefähigkeit von Superabsorbern – wie sie beispielsweise in Windeln eingesetzt werden – und untersuchten mithilfe eines Indikators den pH-Wert verschiedener Lösungen.
Im Mittelpunkt standen dabei stets sicheres Arbeiten, Genauigkeit und die praktische Anwendung bereits erworbener chemischer Kenntnisse. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihr theoretisches Wissen vertiefen und wichtige Grundlagen für kommende naturwissenschaftliche Praktika erwerben.
Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden ein Zertifikat über den bestandenen Laborführerschein. Dieses dokumentiert die erworbenen fachpraktischen Kompetenzen und kann auch bei Bewerbungen als Nachweis praktischer Laborerfahrung genutzt werden.
Für zwei Kurse des Wahlpflichtbereichs Technik der Klassenstufe 9 hieß es am Donnerstag, 12.02.2026, in der 1. und 2. Unterrichtsstunde: „Ein Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bahn (DB)“.
Der Personal-Recruiter der DB Saarbrücken, Fabian Persu, stellte den Schülerinnen und Schülern der Kurse von Herrn Gollub und Herrn Eiden exklusive und praxisnahe Einblicke in das Ausbildungskonzept der Deutschen Bahn vor. Dabei erfuhren die Jugendlichen aus erster Hand, welche vielfältigen Ausbildungsberufe die DB sowohl für Mädchen als auch für Jungen anbietet.
Neben den verschiedenen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten standen auch spannende Hintergrundinformationen im Mittelpunkt: Was kostet ein neuer Zug? Wie teuer ist eine moderne Lokomotive? Und wie viele neue Züge werden 2026 für den Standort Kaiserslautern angeschafft? Diese Fragen stießen auf großes Interesse und regten zu angeregten Diskussionen an.
Besonders aufmerksam lauschten die Schülerinnen und Schüler, als der 28-jährige Personalreferent offen über sein aktuelles Gehalt bei der DB sprach und damit einen transparenten Einblick in Verdienstmöglichkeiten gab.
Auch die Vorteile für Auszubildende wurden ausführlich vorgestellt: Neben einer attraktiven Ausbildungsvergütung profitieren Azubis bei der DB von Mietkostenzuschüssen, Fahrver-günstigungen, einem mobilen Endgerät, einer Übernahmegarantie sowie weiteren Zusatzleistungen. Ein insgesamt toller Einblick in die Arbeitswelt eines großen Unternehmens, der in Kürze bei einer Besichtigung des Ausbildungszentrum DB-Saarbrücken vor Ort von den Schülerinnen und Schülern fortgesetzt wird.
Das Foto zeigt die beiden Kurse von Herrn Gollub und Herrn Eiden mit Fabian Perseu (DB)
Am Montag, den 2.2.2026, fand das Landesfinale Badminton der WK 4 in Sulzbach statt. Mit von der Partei auch ein Mixed Team aus unserem Rastbachtal, bestehend aus Emily Melissa Ohm (7.2), Maria Pavlenko (7.6), Darina Pavlenko (5.6), Donavan Rashford (6.5), Suhail Ishak Mohammad (5.1), und Noah Gertung (5.1) Der Sieger durfte sich nicht nur über die Saarlandmeisterschaft erfreuen, sondern qualifizierte sich zudem erstmals auch für das Bundesfinale in Berlin. In den ersten beiden Begegnungen trafen unsere Jungs und Mädels auf die beiden Favoriten: Gymnasium am Schloss und Willi Graf – Gymnasium. Gespickt mit Spielerinnen und Spieler der Top Rangliste des Saarlandes waren wir in beiden Partien leider chancenlos. Folglich unterlagen wir verdientermaßen jeweils mit 0:7. Das Spiel um Platz 3 und 4 wurde erreicht und dort wartete als Gegner die GemS Vopeliuspark, Sulzbach. Sowohl in den vier Einzelspielen, den beiden Doppelpartien als auch im Mixed zeigte unsere Mannschaft eine tolle kämpferische Leistung und konnte sich am Ende nicht nur über einen 5:2 – Sieg, sondern auch über den dritten Platz im Gesamtklassement freuen. Das Ticket für das Bundesfinale löste schließlich in einem packenden Endspiel das Willi Graf – Gymnasium. Viel Erfolg in Berlin!
Den Auftakt in die Saison 2025/26 „Jugend trainiert für Olympia“ machen traditionell die Tischtennisspieler.
Wie in den vergangenen Jahren waren auch dieses Mal wieder Mannschaften unserer Schule vertreten:In den Wettkampfklassen U16 mit einem Jungenteam und das erste Mal auch mit einer reinen Mädchenmannschaft am 01.12.2025. In der U14 sind wir mit 6 Jungen an den Start gegangen am 03.12.2025. (s.Foto).Die U14 der Jungen ging mit großer Euphorie in das Turnier. Dementsprechend groß war zunächst die Enttäuschung, als das Team gegen einen der Mitfavoriten im ersten Spiel recht deutlich verlor. Für mich als Betreuer war das Match ganz anders zu bewerten: Ich war angenehm überrascht, dass wir das Spiel nach den beiden Eingangsdoppeln und den ersten zwei Einzeln noch offen gestalten konnten. Zu bedenken war auch wieder, dass in unserer Mannschaft Kinder aktiv waren, die gerade seit drei Monaten Tischtennis spielen. Zwar reichte es dieses Jahr nur für die Trostrunde, in der man sich gegen alle Kontrahenten durchsetzen konnte und damit Platz 13 erreichte aber ich bin sicher, wenn die Jungs „am Ball bleiben“, werden sie nächstes Jahr ein Wörtchen mitreden im Kampf um die vorderen Plätze.
(stehend von li. nach re.: Destiny Fedeley, Dwayne Schmidt, Fabio Hastenteufel, alle 5.6;und Julian Schülbe, 5.4;vorne von li. nach re.: Max Fritz, 5.1 und Francesco Gueli, 5.2)
Für die Jungs der U16 war es auch in diesem Jahr, mit überwiegend sehr jungen Anfängern besetzt, wieder sehr schwer, sich gegen Vereinsspieler der anderen Schulen durchzusetzen.
Für das Endturnier der stärksten 8 Teams reichte es leider nicht aber in der Trostrunde gelang es unserer Mannschaft durch sehr beherzten Kampf den 9.Platz von 13 Schulen zu erspielen. Herzlichen Glückwunsch !!!
Die U16 der Jungen spielte in folgender Besetzung:
Liam Klinkel (7.5), Donavan Ransford (6.5), Jadon Klein 6.1, Julian Petry (7.5) und
Yazan Almidani (6.6).
(Leider fehlt hier ein Foto.)
Sehr erfreulich in diesem Jahr war es, dass es uns gelang, das erste Mal ein reines Mädchenteam in der U16 zu melden.
Den Mädchen gelang es, bis ins Endspiel vorzudringen!!!
Gegen das Gymnasium am Stefansberg mit der aktuellen Saarlandmeisterin waren wir allerdings chancenlos. Im direkten Duell mit unserer Nummer 1 Emily Ohm (7.2) zeigte Emily
teilweise fantastische Ballwechsel.
Am Ende stand die Vizemeisterschaft des Saarlandes auf den Urkunden der Mädchen.
Toll!!
(v.l.n.r.: Leonie Gruber, Lea Enke, Johanna Keck, Emily Ohm und Destiny Bach)
JtfO Basketball
Weiter bei den Wettkämpfen JtfO in dieser Saison ging es mit den Basketballern.
Wie im vergangenen Jahr hatten wir auch dieses Mal ein Team gemeldet (U20), dass mit sehr hohen Erwartungen an den Start ging. Immerhin befanden sich eine beträchtliche Zahl von etablierten Vereinsspielern in den Reihen unserer Mannschaft.
Schon im ersten Spiel traf man auf den Turnierfavoriten, dem Illtalgymnasium.
In der 1. Halbzeit blieben wir lange auf Tuchfühlung und zur Pause lag unser Team nur 6 Punkte zurück.
In der 2. Hälfte machten sich konditionelle Schwächen und die zu dürftig besetzte Auswechselbank bemerkbar. Am Ende ging das Spiel doch deutlich mit 20 : 33 verloren.
In der zweiten Begegnung traf unsere Mannschaft auf das Gymnasium am Krebsberg.
Auch wenn die mannschaftliche Geschlossenheit und versuchte Spielzüge noch viele Wünsche offen ließen, so konnten doch Yakin Zitouni und Iyad Mahdi immer wieder durch überraschende Einzelaktionen sehr effektive Akzente setzen.
Das Spiel konnten wir mit 34:19 für uns entscheiden.
Nun war plötzlich wieder alles offen und die Tür zur Finalrunde ein gutes Stück geöffnet.
Im letzten und entscheidenden Spiel traf unser Team auf die Überraschungsmannschaft von der GGTS aus Neunkirchen.
Nach anfänglich gutem Beginn machten sich aber dann doch schwindende Kräfte gerade unserer Leistungsträger Zitouni und Mahdi und die etwas fehlende Effektivität unseres Center Malek Wahbi bemerkbar und auch zur Pause war der Rückstand schon zu groß.
In der 2. Hälfte gelang es dem Team durch großen kämpferischen Einsatz den Abstand nicht noch größer werden zu lassen aber das Match ging doch recht deutlich mit 26:40 verloren.
Mit der Erkenntnis, dass auch hier eine bessere Vorbereitung nötig ist, um eine konstant gute Leistung auf das Feld zu bringen, fuhr man etwas enttäuscht nach Hause.
Hoffnungsfroh stimmte uns allerdings, dass dieses Team mit viel Potential im nächsten Jahr in gleicher Besetzung, mit 1-2 Spielern mehr hoffentlich , in der U20 noch einmal antreten kann.
Auf geht`s!!!
Unser Team U20 Basketball spielte in folgender Besetzung:
Yakin Zitouni (11.3), Iyad Mahdi, Amr Malas, Galeb Kandakji (alle 11.2), Yunes Bali (11.1) und Malek Wahbi (12.1)
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot verleiht persönlich die Urkunde im Rahmen eines Schulbesuchs
Europabildung gehört seit vielen Jahren zum Profil der Schule im Rastbachtal. Dazu gehören neben dem bilingualen Englischunterricht vor allem auch internationale Begegnungen wie beispielsweise gemeinsame Projekte mit Partnerschulen an sogenannten Drittorten. So organisierten Lehrkräfte unserer Schule und mit der Partnerschule Lycée Félix Mayer aus Creutzwald eine Gruppenmobilität, die die Schüler/-innen beider Schulen nach Straßburg führte. Die Besichtigung öffentlicher Einrichtungen, eine Stadtrallye und eine gemeinsame Übernachtung ermöglichte ein Kennenlernen der deutsch-französischen Schülergruppe und die Anwendung der erlernten Französischkenntnisse außerhalb des Unterrichts.
Der Pädagogische Austauschdienst bewertete den Abschlussbericht mit 90 von 100 Punkten und bestätigte damit die hohe Qualität in Relevanz, Durchführung, Teamarbeit und Wirkung.
Bildungsministerin Frau Streichert-Clivot würdigte das Engagement der Lehrkräfte und hob es „als Beitrag zur europäischen Verständigung und zur Umsetzung der Frankreichstrategie des Saarlandes“ hervor.
Anlässlich des diesjährigen Jubiläums setzten sich die Schüler/-innen aller Jahrgange in den Projekttagen mit der Zahl 30 auseinander. Am Tag der offenen Tür präsentierten sie ihre Ergebnisse den zahlreichen Besuchern, die von den Ausstellungen, Mitmachaktionen und Präsentationen mehr als begeistert waren.
Eröffnet wurde der Tag im Rahmen der mittlerweile traditionellen Finissage von Staatssekretärin Jessica Heide, die die Angebote zur kulturellen Erziehung an dieser Schule würdigte. Stolz präsentierten die Klassen 5.1. ihr Musical und die Klasse 5.3 ihrem „Wintersong“, nachdem die Schulband mit ihrem Lied „Wenn das Liebe ist“ zum Auftakt dargeboten hatten.
Lebhafter ging es im Foyer mit einer Breakdance Performance der Klasse 7.2 und einer Rap-Darbietung der Klasse 8.3 zu.
Das Theaterstück der Klasse 10.2 „Traue keinem über 30“ und szenische Stücke von Jahrgang 11 luden zum Mitmachen ein.
Darüber hinaus zeigten die Klassen ihre kreativen Ergebnisse, die in den Workshops entstanden waren:
Selbstgedrehte Filme, u.a. wir in 30 Jahren
Persische Fantasiewelten
Traumfänger
Rückblick zu Mottos der Kulturwoche
Selbstbemalte Holzengel
Kunstwerk aus 30 Einzelbildern
Modelle zur Traumschule in 30 Jahren
Verschiedene Drachen
Selbstgezeichnete Comics
Malen auf Leinwänden
Ein Klassenbaum mit Werten und Wünschen
30 Nobelpreisträger
30 Rezepte rund um die Welt mit digitalen Collagen
Zeitreise mit einer Zeitkapsel in die 90-ger Jahre
Das Kriminallabor CSI Rastbachtal und die Mitmachexperimente in den naturwissenschaftlichen Naturräumen boten zudem weitere Möglichkeiten für die Besucher, sich aktiv unterhalten zu lassen.
In der Disco zeigten die Schüler/-innen aus Jahrgang 9 ihre Tanzkünste und luden viele zum Mittanzen ein.
Insgesamt war es für die Schulgemeinschaft ein besonderer Tag, sich mit dieser Vielfalt den Besuchern präsentieren zu können.
Natürlich danken wir an dieser Stelle unseren Sponsoren, ohne die die Durchführung der verschiedenen Projekte nicht möglich gewesen:
Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest e.V.
Kiwi-Care Stiftung Deutschland e.V.
Ministerium für Bildung und Kultur
Regionalverband Saarbrücken
Ebenso gilt der Dank auch an dem Start-Chancen-Programm.
Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muss man die Tatsache achten, dass sie einen festen Rahmen haben. Dieser Grundsatz ist einfach eine Forderung des Wirklichkeitssinns. Wenn es aber einen Wirklichkeitssinn gibt, und niemand wird bezweifeln, dass er seine Daseinsberechtigung hat, dann muss es auch etwas geben, dass man Möglichkeitssinn nennen kann.
Wer ihn besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muss geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müsste geschehen; und wenn man ihm von irgendetwas erklärt, dass es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist.
« Der Mann ohne Eigenschaften » von Robert Musil
« Les jours heureux » (auf Deutsch : bessere Tage) ist eine Theaterarbeit der ehemaligen Salzburger und heute Metzer Gruppe TRT – Le Théâtre des Rêves Têtus.
Hierbei arbeitete der Schauspieler Nicolas Marchand während der 30. Kulturwoche vor den Weihnachtsferien 2025 mit dem DS-Kurs der Klassenstufe 11 der Gemeinschaftsschule Rastbachtal zum Thema „DER MÖGLICHKEITSSINN“. Die Workshopergebnisse wurden am Samstag, 13. Dezember 2025, im Rahmen der Finissage der Kulturwoche und des Tages der Offenen Tür präsentiert.
Im Jahre 1943, noch bevor feststehen konnte, dass Nazi-Deutschland den Krieg verlieren würde, verfassten Mitglieder der Resistance ihr Programm «Les jours heureux », eine konkrete Vorstellung der Welt, in der sie leben und für die sie kämpfen wollten. Nach dem Krieg wurde dieses Programm in vielen Punkten umgesetzt, und davon profitiert die französische Bevölkerung noch heute (Beispiel : Sozialversicherung). D. h. dass die Zukunfts“träume“ der Resistance nachhaltig für die Menschen in der heutigen Zeit etwas bewegen konnten.
Le Théâtre des Rêves Têtus ist davon überzeugt, dass die Mitglieder der Resistance recht daran taten, diese alternative Vision einer Welt von morgen konkret und genau zu formulieren und ihr eine materielle Form zu geben. Das Mögliche muss sich auf die eine oder andere Weise manifestieren, damit man wirklich anfängt, daran zu glauben, es sich zu wünschen, sich darauf zu beziehen und dafür zu kämpfen.
Und das Mögliche manifestieren, ist eine der Stärken des Spiels und des Theaters. Dies wollten wir am Rastbachtal auch unseren SuS verdeutlichen und sie auffordern, sich ihre Gedanken über ihre Zukunft und die Weiterentwicklung der Welt zu machen.
Natürlich befinden wir uns nicht im Jahre 1943. Dennoch erscheint die Zukunft zwischen Rechtsruck, Klimawandel und sozialem Abbau alles andere als rosig. Doch wir wollen diese zerstörerische, unmenschliche und unsolidarische Welt nicht, die man uns mit einem erneuten « There is no alternative » aufzwingen will! Weder in ihren Prioritäten, noch in ihrem Umgang mit dem Planeten, noch in ihren sozialen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir wollen etwas anderes. Und was noch wichtiger ist: Wir sind davon überzeugt, dass wir nicht alleine sind, sondern die Mehrheit!
Und wir sind davon überzeugt, dass wir weiterhin alle uns zur Verfügung stehenden Energien und Mittel in die Waagschale werfen müssen, um anderen Vorstellungen, anderen Wünschen Platz zu schaffen und für uns alle glücklichere Tage zu ermöglichen!
Unter diesem Aspekt wollte die Schule im Rastbachtal in diesem theatralen Workshop ihre SuS dazu bewegen, ihre Wünsche, Träume und Sehnsüchte zu manifestieren und in Szene zu setzen. Sie sollen zu mündigen Bürgern werden, die sich ihre eigenen Gedanken über Gesellschaft, Politik, Zwischenmenschlichkeit etc. machen und nach ihren Vorstellungen handeln. Sie sollen mutig sein, Probleme anzupacken und andere dazu bewegen, es ihnen gleich zu tun. Die von den Schülerinnen und Schülern improvisierten Einzelszenen werden im Laufe des Schuljahres im DS-Unterricht zu einer Collage zusammengefügt, die aufzeigt, was mit ihnen in der Zukunft und für die Zukunft alles möglich ist.
Melange aus künstlerischen Beiträgen und wertschätzenden Worten
Mit dem Song „Wenn das Liebe ist…“ stimmte die Schulband unter Leitung von Tim Sefrin in die Feierstunde musikalisch ein. Schulleiter Udo Ulrich begrüßte die vielen Gäste, zu denen auch Regionalverbandspräsidentin Frau Dr. Lehberger gehörte, die in ihrem Grußwort das große Engagement der Lehrkräfte lobte, ohne die es Anlässe wie der heutige gar nicht gäbe. Zusammen mit Wynnie Kangwan Mbyndio von der Faitrade Initiative des Saarlandes verlieh sie der Schule das Zertifikat „Fairtrade Schule“. Besonders stolz war die Schulgemeinschaft auch auf die Anwesenheit des ehemaligen Ministers Peter Altmaier. Dieser hatte die Schirmherrschaft übernommen und hob vor allem das gelungene interkulturelle Miteinander an dieser Schule hervor. Musikalisch präsentierten sich Rejan Ismailov mit dem Filmtitel Fluch der Karibik und Hassan Ahmad mit einer Variation von Jingle Bells auf dem Klavier, während Badil Inan die Gäste mit orientalischen Impressionen auf seiner Saz verzauberte. Elena de Rosa zeigte mit dem Song „Alles nichts ohne dich…“ ganz beeindruckend, was stimmlich in ihr steckt. Ein musikalischer Höhepunkt war zweifelsfrei auch das Duo Zweierpasch, das vor Kurzem das Bundesverdienstkreuz u.a. für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus erhalten hatte. Für ihre Performance bekamen sie tobenden Applaus, denen sie aber gerne mit Schülerinnen teilten, die sich trauten, ihre Rapergebnisse aus dem morgigen Workshop vorzutragen.
Zum Schluss präsentierte eine Gruppe von Oberstufenschüler/-innen die kulinarischen Ergebnisse des Kochworkshops, den sie an diesem Morgen mit Sternekoch Peter Wirbel hatten.
An dieser Stelle danken wir der Kiwi-Care Stiftung Deutschland e.V. und dem Ministerium für Bildung und Kultur für die Förderung der Projekte.
Anlässlich der Reichspogromnacht veranstalteten die Schülerinnen und Schüler der Schule im Rastbachtal und des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis eine Gedenkfeier in der Jugendkirche Elija Saarbrücken. Mit Lesungen, Gesang, instrumentalen Beiträgen und szenischem Spiel erinnerten sie eindrucksvoll und bewegend an Menschen, denen Unrecht, Leid und Gewalt widerfahren ist. Sie richteten den Blick aber auch in die Gegenwart: Denn Leid, Vertreibung, Flucht und Verlust sind keine Themen vergangener Zeiten. Noch immer müssen Menschen auf der Welt erfahren, was es bedeutet, alles zu verlieren: Heimat, Familie, Freunde und Sicherheit. Damit schenkten sie den Opfern eine Stimme und allen Anwesenden Momente der Stille, des Innehaltens und der Besinnung.
In einer Lichterkette machten sich alle auf den Weg zur Synagoge und stellten dort ihre Kerzen ab.
Dank gilt den Schülerinnen und Schülern beider Schulen, dass sie durch ihr Engagement einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur geleistet haben. Es macht deutlich, dass sie Erinnerung nicht als Rückblick, sondern als Auftrag für die Zukunft verstehen.