Spannender Theaterworkshop im Darstellenden Spiel der Klassenstufe 11 mit Fabio Godinho im Schuljahr 2025/26

Der Kurs bestehend aus 27 Schülerinnen und Schülern ist seit Ende August im Anfangsunterricht Darstellendes Spiel bei Frau Schoenen. Die Teilnehmer sind in der Regel aufgeweckt und sehr interessiert. Herr Godinho bereichert mit seiner Expertise die Erarbeitung eines eigenen Stückes.

Gehst du mit mir in die Schule, um zu lernen oder um Lehrer bloß zu stellen?

Möchtest du jemanden ordentlich bedienen oder verärgern und auslachen?

Würdest du für ein bisschen Geld morden?

Lässt du dein Kind die Person heiraten, die es liebt oder schaust du auf Herkunft, Aussehen, Status?

Diese Fragen – und noch viele mehr – stellen sich die Zuschauer unweigerlich, wenn sie die Szenencollage des DS 11-Kurses sehen. Sie werden in die einzelnen Szenen durch das intensive Spiel der Schülerinnen und Schüler hineingezogen und ein Stück weit provoziert. Erst am Ende der Rahmenhandlung: „Fernsehkanäle durchzappen!“ gewinnt die Produktion einen Gemeinschaftscharakter durch die Choreografie zum Song „Storm“ von Gener8tion. Diese zeigt trotz der Gemeinschaft die Unterschiede der Jugendlichen.

Da waren nicht nur die Eltern stolz…

…nein, auch die Lehrerinnen und Lehrer sind gekommen, um ihre Schülerinnen und Schüler zu feiern, die eine Ehrenurkunde erhalten sollten. Einige haben für diese Auszeichnung besonders gute schulische Leistungen vorzuweisen, andere haben sich in hohem Maße sozial engagiert. Unser Schulleiter Herr Ulrich schilderte eindrücklich, was hinter solchem Engagement steckt: zum Beispiel, dass die Klassengemeinschaft durch überlegtes Handeln eines Einzelnen wieder zusammenrückt, dass die konsequente Betreuung des Klassenbuches den Ablauf des Unterrichts stärkt oder dass Gruppen von Schülerinnen und Schülern sich für eine einzelne Person stark machen.

Ein neu zusammengekommener Chor aus Fünftklässlern sang lautstark unter der Begleitung von Herrn Woll den Song „Applaus, Applaus“ der Band Sportfreunde Stiller, was hervorragend auch zu den anderen Ehrungen passte:

  • Die schnellsten Rastbachtaler Läuferinnen und Läufer bei den Schullaufmeisterschaften (Dank an die Sportlehrerinnen und Sportlehrer, die mit nach Merzig gefahren sind)
  • Der dritte Platz (von über 30 teilnehmenden Schulen) beim Fremdsprachenwettbewerb von Rastbachtaler Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Frau Altmeyer
  • Die neu ausgebildeten Schülermediatorinnen und Schülermediatoren, ausgebildet von Frau Fanelli und Herrn Gollub

Eine lustige Abwechslung bot die Theateraufführung der 8. Klassen, die gemeinsam mit der französischen Partnerschule im Rahmen der französischen Literaturwerkstatt aufgetreten sind. Neben Frau Gusenburger und Frau Fanelli hat sich hierfür der Schauspieler und Regisseur Fabio Godinho engagiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell unsere Schülerinnen und Schüler Französisch lernen, wenn sie mit französischen Schülerinnen und Schülern zusammenkommen.

Den Abschluss der Veranstaltung versüßte die Musical-AG mit dem selbst geschriebenen Musical „Die Perlenkette und der Trommelzauber“ unter der Leitung von Frau Schoenen und Herrn Hanis. Der letzte Song der Musicalkids wurde lautstark vom Publikum unterstützt – über die Zugabe freuten sich alle und sangen mit: „Ngiyabonga Nkosi“ (aus dem Zulu – „Ich danke dir!“).

Also, da waren nicht nur die Eltern stolz…

Sehr gelungene Auseinandersetzung mit dem Text „20 000 Meilen unter dem Meer“ nach Jules Verne im Rahmen einer Lektürewerkstatt

In diesem Schuljahr fand die Lektürewerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater „Le Carreau“ in Forbach bereits zum 9. Mal statt.

Die SchülerInnen der Klassenstufe 8 des Wahlpflichtbereichs Französisch lasen zusammen mit dem Schauspieler Fabio Godinho Teile des Jules Verne-Textes „10 000 Meilen unter dem Meer“ auf Französisch und auf Deutsch. Gemeinsam erarbeiteten und interpretierten sie an zwei Probentagen große Teile dieses Textes. Zum Abschluss entschieden die Schülerinnen und Schüler in einem demokratischen Prozess, welche Teile sie der Partnerschule präsentieren wollten und bereiteten an einem weiteren Tag eine kleine Szenische Lesung vor. Bei der Entscheidungsfindung kam es nicht darauf an, wie viele Personen sich für etwas entschieden haben. Es zählten vielmehr die Argumente, die zur Entscheidungsfindung beitrugen. Jedes Argument war eine Stimme. So entstand letztendlich keine quantitative sondern eine qualitative Mehrheit.

Gleichzeitig arbeiteten französische Schüler und Schülerinnen des Collège Claudie Haigneré in Freyming-Merlebach auf die gleiche Weise mit dem Schauspieler am selben Stück.

Am 22. Mai fand ein Treffen der beiden Gruppen in der Gemeinschaftsschule Rastbachtal in Saarbrücken statt. Sie präsentierten sich in der Mediothek der Schule gegenseitig ihre szenischen Lesungen. Die Zuschauer verfolgten gespannt die beiden Inszenierungen und honorierten die Darbietungen mit großem Applaus. Im Anschluss belohnten sich die beiden Schülergruppen mit einem gemeinsamen Essen von selbstbelegten Pizzen im Schulgarten.

Die Schule im Rastbachtal möchte mit diesem jährlich in Klassenstufe 8 angebotenen Angebot das Selbstwertgefühl und die Entscheidungsfähigkeit junger Menschen stärken, zwei Eigenschaften, die in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Auch hält die Schule es für enorm wichtig, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen auseinandersetzen, die zum gemeinsamen dt.-frz. Kulturgut gehören. Ebenso ist die Erfahrung, dass man sich mit dem französischen Nachbarn auch ohne fundierte Sprachkenntnisse effizient verständigen kann, sehr wertvoll. Die Kommunikationsfähigkeit wurde gestärkt und Sprachbarrieren abgebaut.

Simulierte Klimakonferenz im Rahmen der BNE-Projekttage 

Schüler/-innen der Klassenstufe 10 versuchen sich als Ländervertreter mit Verhandlungsgeschick

Auch in diesem Jahr fand im Rahmen unserer BNE-Tage eine simulierte UN-Klimakonferenz statt, die dankenswerterweise vom Verein die Multivision ausgerichtet werden konnte. Die Multivision e.V. ist eine von 51 anerkannten Maßnahmen der UNESCO zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und einer der größten deutschen Akteure der Nachhaltigkeitsbildung.

Wie in der Realität müssen die Schüler/-innen der Klassenstufe 10 als Vertreter/-innen ihrer Länder durch ihr Verhandlungsgeschick und mit Hilfe ihrer getroffenen Entscheidungen die Erhöhung der Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf unter 1,5 Grad begrenzen. Dies ist eine gewaltige und schwierige Aufgabe, welche gerade auch emotional fordert. 

Die Schüler/-innen stellten sich dieser Aufgabe stellen und wurden an dem Vormittag auf Ländergruppen aufgeteilt, die eigene Emissionsziele für fossile Brennstoffe festlegen, Entscheidungen für eine Politik im Bereich der Entwaldung und des Landverbrauchs treffen und einen Klimafonds einrichten mussten. Jede Gruppe stellte dann ihre Ziele dar und besprachen die Resultate. 

Dank der Unterstützung durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar- und Verbraucherschutz, den Regionalverband Saarbrücken und die Saarstahl AG konnte die Klimakonferenz-Simulation für die Schüler/-innen kostenfrei angeboten werden. 

„Wenn wir nachhaltiges Handeln in unserer Gesellschaft fest verankern wollen, müssen wir unbedingt schon bei Kindern und Jugendlichen anfangen und sie nachhaltig mit den Themen des Natur-, Klima- und Umweltschutzes in Verbindung bringen“, sagt Umweltministerin Petra Berg. „Die Klimakonferenz-Simulation ist für die teilnehmenden Schulklassen eine tolle Gelegenheit sich mit dem Klimawandel und seiner Folgen auseinanderzusetzen und damit eine Grundlage zu schaffen, irgendwann selbst Verantwortung für den Schutz unseres Planeten und unsere Umwelt zu übernehmen.“

„Europe, let’s come together – Euro-pa-pa, Euro-pa-pa …“

so sang Joost Klein in seinem Lied „Europapa“, und der DS-Kurs 11 nutzte den Song in seiner Aufführung.

„Let’s come together“ – das tun wir schon lange mit unseren Partnerschulen in Frankreich. Und ja: Wir feiern und singen diesen Song laut und mit Stolz, denn wir sind die erste saarländische Gemeinschaftsschule, die als Europaschule zertifiziert wurde. Frau Ministerin Streichert-Clivot hat uns am 8. Mai 2026 die Urkunde überreicht. Am „Gedenktag der Befreiung von Nazideutschland“ erhielten wir diese Auszeichnung – eine doppelt schöne Anerkennung, denn gerade als Europaschule stärken wir die Demokratiebildung, die bei uns einen hohen Stellenwert hat.

Hier einige Beispiele für unser europäisches pädagogisches Handeln in der Schule:

Austausche mit französischen Schulen, gemeinsame Literaturwerkstätten mit französischen Schulen und dem Theater Le Carreau in Forbach/Frankreich, Zusammenarbeit mit französischen, polnischen, portugiesischen, niederländischen sowie türkischen Expertinnen und Experten im Rahmen der Kulturwoche der Schule, bilingualer Zweig Englisch, weiterer Sprachunterricht in Französisch und Spanisch. Bei Interesse kann außerdem ein Italienischkurs angeboten werden. Einige Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler nehmen innerhalb der MUN-AG an einer simulierten UN-Konferenz in einer europäischen Großstadt teil. Wir partizipieren an Erasmus+, dem EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa. Wir entsenden Lehrkräfte in andere europäische Staaten als Deutschlehrkräfte und nehmen an eTwinning teil – einem kostenlosen, von der EU geförderten Online-Netzwerk, das Schulen in Europa ermöglicht, digital an Projektpartnerschaften teilzunehmen.

Wir, die Schulgemeinschaft im Rastbachtal, sind ein stolzer Teil Europas.

Hast du Spaß daran, zu tüfteln, zu bauen und kreativ zu arbeiten?

Könnte ein technischer oder handwerklicher Beruf etwas für dich sein?

Am Girls’ Day 2026 hatten Schülerinnen der Rastbachtal-Schule die Gelegenheit, genau das herauszufinden.

Das Ausbildungszentrum von ZF Friedrichshafen AG in Saarbrücken, ein Kooperationspartner der Schule, öffnete seine Türen und bot den Schülerinnen einen spannenden sowie praxisnahen Einblick in die technische Berufswelt.

Mit großem Interesse und sichtlicher Begeisterung nahmen die Schülerinnen an verschiedenen Werkprojekten teil. Darüber hinaus lernten sie unterschiedliche technische Ausbildungsberufe bei ZF kennen und konnten sich in persönlichen Gesprächen mit Auszubildenden austauschen.

Text und Fotos Christoph Eiden

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Engagement für Nachhaltigkeit, Geschichte und Erinnerung

fächerübergreifendes Projekt der Klasse 8.2

Im Rahmen der BNE-Tage hat die Klasse 8.2 mit ihren Tutorinnen Frau Liebetrau und Herrn Woll eine Piccobello-Aktion auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Alt-Saarbrücken durchgeführt. Entgegen christlichem Brauchtum werden jüdische Gräber in der Regel sich selbst überlassen. Nur die Wege und allgemeinen Flächen des Friedhofes werden gepflegt. Dort hat die Klasse bei  frühlingshaften Wetter Müll gesammelt und mit Hilfe der ZKE entsorgt. Der 1841 entstandene Friedhof wird nicht mehr als Bestattungsort verwendet und ist mittlerweile ein geschütztes Kulturdenkmal. Der Einsatz war gleichzeitig der praktische Beitrag unserer Schule zur „Internationalen Woche – Gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus“ in Saarbrücken, an dem sich andere Schulen des Regionalverbandes u.a. durch einen Sternmarsch beteiligten. Eine tolle Initiative im Sinne der Nachhaltigkeit zu Umwelt und Geschichte! (WoT)

Faitrade-Rosen für die Liebsten

Auch in diesem Jahr organisierte die Schülervertretung einen Blumenverkauf, um liebe Menschen an Valentinstag mit einer bunten Überraschung erfreuen zu können.

Im Vorfeld konnte man bei der Schülervertretung Fairtrade-Blumen bestellen, um diese dann zu verschenken. Gerne machten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Schulleitung davon Gebrauch.

In den Pausen konnten dann die bunten Grüße abgeholt werden. 

Wie auch im letzten Jahr – ein toller Erfolg.

Die Schulgemeinschaft dankt den Initiatoren.

30. Rastbachtaler Skilehrfahrt 2026

Anfang Februar machten sich erneut 44 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 auf den Weg zu einer einwöchigen Skilehrfahrt nach Österreich auf den Schatzberg. Begleitet wurden die Rastbachtaler Skifahrer von den Ski- und Sportlehrern Frau Liebetrau, Frau Jung, Herr Thomann, Herr Sefrin und Herr Eiden. In der Wildschönau erlebten die Achtklässler eine großartige Wintersportwoche.

Mit kompletter Skiausrüstung ging es zunächst mit der Gondel hinauf zur Mittelstation. Dort standen die ersten Übungen auf dem Programm: in die Skier einsteigen, anschieben, Kurven fahren und bremsen. Auch das Anstellen und Fahren mit Förderband, Tellerlift und Ankerlift sowie das sichere Bergauf- und Bergabfahren gehörten zu den wichtigen Lernzielen. Die Rastbachtaler Skifahrer übten diese Fertigkeiten mit viel Einsatz und Durchhaltevermögen.

Nach einem ereignisreichen Skitag wurden die hungrigen Wintersportler beim Hotel- und Gasthofwirt „Christian Thaler“ mit einem stärkenden Abendessen versorgt. In geselliger Runde tauschten sich die Schüler*innen über ihre Fortschritte und Erlebnisse auf der Piste aus.

Ein besonderer Höhepunkt war der Hüttenabend mit der traditionellen Skitaufe durch die Skilehrer. Dabei wurde das originelle Skifahrkönnen einzelner Schüler*innen hervorgehoben und mit einer besonderen „Schneetaufe“ gewürdigt.

Wieder einmal erlebten die Rastbachtaler Skilehrfahrschüler eine ereignisreiche Skiwoche, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir freuen uns, wenn es nächstes Schuljahr wieder heißt: 

„31. Rastbachtaler Skilehrfahrt 2027“.

Text und Fotos von Christoph Eiden, Leiter Rastbachtaler Skilehrfahrt

Anbei Text Schülerin Klasse 8

Erasmus+ Qualitätssiegel als hohe Auszeichnung für europäische Bildungsarbeit

  • Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot verleiht persönlich die Urkunde im Rahmen eines Schulbesuchs

Europabildung gehört seit vielen Jahren zum Profil der Schule im Rastbachtal. Dazu gehören neben dem bilingualen Englischunterricht vor allem auch internationale Begegnungen wie beispielsweise gemeinsame Projekte mit Partnerschulen an sogenannten Drittorten. So organisierten Lehrkräfte unserer Schule und mit der Partnerschule Lycée Félix Mayer aus Creutzwald eine Gruppenmobilität, die die Schüler/-innen beider Schulen nach Straßburg führte. Die Besichtigung öffentlicher Einrichtungen, eine Stadtrallye und eine gemeinsame Übernachtung ermöglichte ein Kennenlernen der deutsch-französischen Schülergruppe und die Anwendung der erlernten Französischkenntnisse außerhalb des Unterrichts. 

Der Pädagogische Austauschdienst bewertete den Abschlussbericht mit 90 von 100 Punkten und bestätigte damit die hohe Qualität in Relevanz, Durchführung, Teamarbeit und Wirkung.

Bildungsministerin Frau Streichert-Clivot würdigte das Engagement der Lehrkräfte und hob es „als Beitrag zur europäischen Verständigung und zur Umsetzung der Frankreichstrategie des Saarlandes“ hervor. 

(Foto und Textteile von MBK/Gesellchen)