Sekundarstufe II

Oberstufenzentrum Saarbrücken-Rastbachtal

Vom ersten Tag der Einführungsphase (Klasse 11) bis zur Abiturprüfung am Ende der Klasse 13 betreuen wir die Schülerinnen und Schüler intensiv auf ihrem Weg durch die Oberstufe. Dabei legen wir großen Wert auf eine individuelle Förderung, die den unterschiedlichen Begabungen und Interessen unserer Schüler gerecht wird. Mit einem breit gefächerten Kursangebot sowie einer gezielten Vorbereitung auf die Prüfungen unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler dabei, sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf den Abschluss sowie auf ihre zukünftigen Bildungs- und Berufswege vorzubereiten.

Dabei verfolgen wir die Ziele,

  • die Schülerinnen und Schüler auf ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule vorzubereiten
  • die Schülerinnen und Schüler auf anspruchsvolle Ausbildungen vorzubereiten
  • sie zu begleiten auf ihrem Weg zur selbständigen, verantwortungsvollen Persönlichkeit
  • Wissensvermittlung und Persönlichkeitsausbildung Hand in Hand gehen zu lassen
Jeanette Gusenburger
Ansprechpartnerin Oberstufenzentrum
Jeanette Gusenburger — Oberstufenleiterin
Fragen zur gymnasialen Oberstufe und zu den Abschlüssen Fachhochschulreife und Abitur, Schüleraufnahmen (ab Klassenstufe 11), Schullaufbahnberatung Sekundarstufe 2, Koordination Oberstufenzentrum.
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Anmeldung zur Oberstufe

Für unsere Oberstufe können sich Schülerinnen und Schüler aller Schulformen anmelden, die die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe erworben haben.

Zur Anmeldung für die Einführungsphase (= Klasse 11) und Hauptphase (HP) benötigen wir:

  1. das ausgefüllte Anmeldeformular (s. u.)
  2. den ausgefüllten Fächerwahlbogen (s. u.)
  3. Kopie Geburtsurkunde
  4. Kopie Zeugnis mit der Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe (hier genügt es, wenn dies zu Beginn des neuen Schuljahres nachgereicht wird)
  5. Nachweis über einen vorhandenen Masernschutz
  6. Zeugnis der Einführungsphase (EP) für die Anmeldung zur Hauptphase (HP)

Gerne können Sie bei Fragen rund um die Oberstufe über unser Sekretariat auch einen Termin mit der Oberstufenleitung vereinbaren.

Vorgehen bei erhöhten Fehlzeiten in der Oberstufe:

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Organisation der Oberstufe

Vorab weisen wir darauf hin, dass die Mitglieder der Schulleitung, insbesondere die Oberstufenleitung, jederzeit gerne für Fragen rund um die Oberstufe zur Verfügung stehen.

Struktur unserer Oberstufe

Die Oberstufe gliedert sich in die Einführungsphase (= Klasse 11) und die Hauptphase (= Klasse 12+13).

Einführungsphase (Klasse 11)

Die Schülerinnen und Schüler werden im Klassenverband unterrichtet und von einer Tutorin/einem Tutor betreut. Diese/r betreut dann auch die Klasse bis zum Abitur, sodass eine hohe Kontinuität gewährleistet ist. Die von den Schülerinnen und Schülern für die Klasse 11 zu wählenden Fächer können dem Wahlbogen entnommen werden.

Hauptphase (Klasse 12 + 13)

Für die Hauptphase wählt jede/r Schüler/in eigene Fächer aus dem Angebot der Schule und zwar 2 Fächer mit erhöhtem Anspruchsniveau (Leistungskurse) und mindestens 9 Fächer auf grundlegendem Niveau (Grundkurse). Den für unsere Schule gültigen Wahlbogen finden Sie nachstehend:

Als Leistungskurse sind möglich: De, Ma, Frz, En, Ek, Ge, Po, Bi, Ch, Ph, Rk, Re, Mu, Bk, Sport – wobei mindestens ein Leistungskurs aus den sogenannten Kernfächern De, Ma, Fr, En gewählt werden muss.

Alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern werden vor der endgültigen Anwahl der Fächer für die Klassen 12 + 13 von den Tutorinnen/Tutoren und der Oberstufenleitung ausführlich informiert und beraten.

Abschlüsse

Als Abschlüsse vergeben wir den schulischen Teil der Fachhochschulreife (frühestens nach Ende der Klasse 12) und das allgemeine Abitur (nach der bestandenen Abiturprüfung am Ende der Klasse 13).

Vorgehen bei erhöhten Fehlzeiten in der Oberstufe

1) Fehlt eine Schülerin/ein Schüler häufig und kommt uns dieses Fehlen willkürlich vor, darf eine Attestpflicht verhängt werden. Dazu findet eine persönliche Beratung durch die Oberstufenleitung statt. Es wird ein Protokoll angefertigt. Online-Atteste reichen i. A. nicht aus!

2) Wenn die Begründungen auf den Attesten willkürlich erscheinen, lädt die Oberstufenleitung die Schülerin/den Schüler gegebenenfalls mit den Erziehungsberechtigten zu einem Gespräch ein, um die genaueren Gründe des Fehlens zu erkunden. Dabei könnte beraten werden, ob zur genaueren Erkundung ein Gespräch mit dem entsprechenden Arzt geführt werden darf. Hierzu muss die Schülerin/der Schüler bei Volljährigkeit, ansonsten die Erziehungsberechtigten, eine Entbindung der Schweigepflicht zum Austausch zwischen einem Mitglied der Schulleitung und dem Arzt hinsichtlich eines vereinbarten Sachverhalts unterschreiben. Der Austausch wird dabei nicht dokumentiert.

3) Wenn die Gründe des Fehlens nicht nachvollziehbar sind, wird die Schülerin/der Schüler zum Amtsarzt auch zum Sicherstellen der Schulunfähigkeit geschickt. Auch hierüber fertigt die Oberstufenleitung ein Protokoll an.

4) Attestiert der Amtsarzt keine Krankheit, die einen Schulbesuch unmöglich macht, lädt die Oberstufenleitung erneut zu einem Gespräch ein, bei dem erörtert wird, dass vor dem Hintergrund von §30.5 SchOG das Fernbleiben vom Unterricht einer Austrittserklärung gleichgestellt wird. Außerdem dokumentieren die Fachlehrer die Fehlzeiten in dem ehemaligen Bogen „Nichtanrechnung eines Kurses", der jetzt „Fehlzeiten in der gymnasialen Oberstufe" heißt. Auch hierüber fertigt die Oberstufenleitung ein Beratungsprotokoll an.

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Pädagogisch-didaktische Elemente

Umfassendes Angebot an begleitenden Maßnahmen in der Oberstufe

Die Gemeinschaftsschule im Rastbachtal hat das Angebot an begleitenden Maßnahmen zur Stabilisierung der Klassen in der Oberstufe erweitert.

Außer dem 2½-tägigen Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung, Stressbewältigung und Biographiearbeit, dem Lions-Quest-Programm „Erwachsen handeln" und den außerschulischen Seminaren von Stark ins Leben zu Rhetorik, Schauspiel und Präsentation unterstützt uns die StudienStiftungSaar mit weiteren Angeboten.

So können wir den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase (Klassenstufe 11) einen Workshop zur Mentalen Balance anbieten, in dem sie in Ergänzung zum Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung z. B. weitere Erfahrungen mit ihrer eigenen Stressempfindung machen können und auch gezielt Hilfestellungen zur Stressbewältigung mit konkreten Ansprechpartnern erhalten.

In Klassenstufe 12 werden die Schülerinnen und Schüler durch Dozentinnen der StudienStiftungSaar in Workshops zu den Themen „Kommunikation", „Selbstmanagementkompetenzen" und „Excel" geschult.

Ergänzend werden die jungen Erwachsenen durch Vorträge zu Themen wie „Stipendium und Studienfinanzierung" (Klassenstufe 13) und Beratungsangebote der Berufsberatung auf ihr späteres Leben vorbereitet.

Neben einer engen persönlichen Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch die Tutorinnen und Tutoren ist uns folgender Baustein sehr wichtig:

Zum Seminar zur Persönlichkeitsbildung →
Logo „Stark ins Leben“
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25 Jahre „Seminare zur Persönlichkeitsbildung“

Seit nunmehr 25 Jahren bietet die Schule im Rastbachtal für Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Klasse 11) Seminare zum Thema „Stressbewältigung und Persönlichkeitsbildung" an.

Dieses Konzept wurde von unseren mittlerweile ehemaligen Kollegen Harald Kuhn-Schlaucher und Harald Noé entwickelt. Sie beobachteten, dass Schülerinnen und Schüler mit dem Eintritt in die Oberstufe zwangsläufig mit neuen Umgebungen, Lehrkräften, Fächern und Mitschülern konfrontiert werden. Innerhalb weniger Wochen zeigten viele von ihnen deutliche Merkmale einer stressbeladenen Situation, deren Bewältigung nicht oder nur oberflächlich gelang.

Die Idee wurde geboren, die Schülerinnen und Schüler so zu stärken, dass sie in der Lage sind, diese Herausforderungen besser zu bewältigen.

Ein dreitägiges Seminarprogramm wurde entwickelt, das den Jugendlichen helfen soll, Stress besser zu bewältigen und ihre eigene Persönlichkeit besser kennenzulernen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Erweiterung der Methoden- sowie der sozialen Kompetenzen (Soft Skills). Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden, ihre Fähigkeiten im Umgang mit belastenden Faktoren – sowohl aus ihrem Umfeld als auch aus ihrer eigenen Persönlichkeit – zu erweitern.

Ziel der Seminare ist es, den Schülerinnen und Schülern Methoden zu vermitteln, die einen konstruktiven und entlastenden Umgang mit Stress ermöglichen.

Die eingesetzten Methoden – wie Musikmeditation, Naturmeditation, Biografiearbeit oder Räume der Stille – knüpfen an die Erfahrungswelten der Jugendlichen an. Dadurch gelingt es problemlos, ihnen einen Zugang zu diesen Methoden zu eröffnen. Vielen ist die beruhigende Wirkung von Musik, Bildern, Stille und Natur bereits aus eigener Erfahrung bekannt, auch wenn sie deren gezielten Einsatz bislang nicht kannten.

So sind viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer überrascht, wenn sie beispielsweise die Musikmeditation kennenlernen: Die Technik, sich von der Umwelt abzuschalten und so externe wie interne Stressfaktoren auszublenden, ist für viele eine neue und wertvolle Erfahrung.

Der gezielte Einsatz von Musik, Bildern, Stille und Natur ermöglicht den Jugendlichen einen hohen Grad an Ruhe und Entspannung. Aus diesem Zustand heraus lassen sich stressauslösende Faktoren oft in einem neuen Licht betrachten.

In einer derart beruhigten Umgebung gelingt zudem die verbale Auseinandersetzung mit persönlichen Betroffenheiten und der eigenen Persönlichkeitsstruktur besonders wirkungsvoll.

Die so erzeugte Atmosphäre fördert auch freie Assoziationen mit eigenen Erlebnissen und deren Einordnung in die persönliche Biografie. Dies wiederum führt häufig dazu, dass die Jugendlichen über ihre eigenen Stärken und Schwächen sprechen können – und deren Einfluss auf die Entstehung von Stress und Unruhe reflektieren.

Der Zugang zur eigenen Persönlichkeit und deren objektive Betrachtung ist nur unter den Bedingungen einer solchen beruhigten Sphäre möglich – und genau dazu tragen die genannten Methoden wesentlich bei.

Durch passende Musik und Bilder kann zudem der oft verschlossene oder verkümmerte Zugang zur eigenen Fantasiewelt wieder geöffnet werden – was das Finden kreativer Lösungswege im Umgang mit Stress deutlich erleichtert.

Auch die Natur oder andere Räume der Stille (z. B. Kirchen oder Kapellen) ermöglichen ein Abschweifen von der Realität in entspannende innere Welten, wobei das Bewusstsein für das eigene Ich erhalten bleibt.

In diesem Sinne werden auch Mitschülerinnen und Mitschüler anders wahrgenommen als im schulischen Alltag – ein neues „Sehen" auf den anderen wird möglich. Der große Erfolg der Kurse zeigt sich in der Umsetzung der Seminarerfahrungen im Schulalltag. Viele Jugendliche berichten von einer nachhaltigen Veränderung ihres Beurteilungsverhaltens in Bezug auf schulische und persönliche Stressfaktoren.

Heute werden die Seminare von Victoria Garza Mendia, Jeanette Gusenburger, Stefan Niesporek, Sabine Müller, Martina Blass und von der AEJ Saar durch Lisa Elzer gemeinsam mit den Tutorinnen und Tutoren durchgeführt.

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